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Zeitgeschichte zwischen nationaler und globaler Geschichte

Year: 2024
Type: article
Abstract: Wie national war und ist die Perspektive der deutschen Zeitgeschichtsschreibung? Wie transnational oder global sollte sie sein?Dahinter stehen die grundlegenden Fragen nach dem Geschichtsverständnis, der Aufgabenstellung und den Fragehorizonten dieses Fachgebiets.Diese haben sich im Lauf der Jahrzehnte immer wieder verändert und damit auf den Wandel nicht nur der Rahmenbedingungen, sondern auch der Wertvorstellungen, gesellschaftlichen Narrative und Weltbilder reagiert.Die Frage, was Zeitgeschichte eigentlich ist und wie sie sich als Forschungsfeld definiert, hat diese historische Teildisziplin von Anfang an begleitet.Dies liegt an ihrer fluiden Identität als Fachgebiet, das die unmittelbare Vorgeschichte der Gegenwartsei es "die Epoche der Mitlebenden", 1 sei es "die Vorgeschichte gegenwärtiger Problemkonstellationen" 2historisch analysiert.Ein solches Selbstverständnis führt zwangsläufig zu Epochengrenzen, die wie Treibanker mitlaufen.Es führt allerdings auch, und darum soll es hier gehen, zu einer Öffnung des Raums, dessen Geschichte geschrieben wird.Die zeitlichen und, wenn auch weniger explizit, die räumlichen Umrisse der Zeitgeschichte wurden seit ihren Anfängen in der Nachkriegszeit immer wieder neu verhandelt, oft aber auch einfach durch die Forschungspraxis verschoben.Die gängigen Periodisierungen legten stillschweigend mehrere überlappende Zeitrahmen an, in denen unter der Rubrik Zeitgeschichte gearbeitet wurde:
Language: German
Subfield: History
Open Access status: bronze
OpenAlex ID: W4393434875
FWCI:
Cites: 8
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