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Durchlässigkeit des Schulsystems für neu zugewanderte Schüler:innen?

Year: 2025
Type: article
Study design: Observational Study
Abstract: Zusammenfassung Die Zuweisung neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher zu Schulen der Sekundarstufe ungeachtet ihres Leistungspotenzials wird oft mit der Möglichkeit späterer Schulformwechsel gerechtfertigt. Um zu überprüfen, inwiefern das Schulsystem für diese Schülergruppe tatsächlich durchlässig ist, wurden in dieser Studie die Häufigkeit von Schulformwechseln und der Einfluss von strukturellen, leistungsbezogenen und persönlichkeitsbezogenen Merkmalen auf schulische Auf- und Abstiege neu zugewanderter Schüler:innen untersucht. Anhand von Daten des ReGES-Panels wurden schulische Verläufe von N = 1499 geflüchteten Schüler:innen analysiert, die seit 2014 nach Deutschland eingereist waren. Die Ergebnisse zeigen u. a., dass die Mehrheit der Schüler:innen an der erstbesuchten Schulform verblieb und Abstiege häufiger vorkamen als Aufstiege. Intelligenz und Schulnoten hatten keinen Einfluss auf Schulwechsel. Ein höherer Bildungserfolg im Herkunftsland war mit mehr Aufstiegen verbunden, eine hohe Bildungsaspiration mit weniger Abstiegen. Schulformwechsel waren zudem häufiger, wenn eine Vorbereitungsklasse besucht wurde und die Deutschkenntnisse besser waren. Die Befunde zeigen, dass nachträgliche Schulformwechsel derzeit kaum zu einer leistungsgerechten Neuzuweisung beitragen.
Language: German
Subfield: Education
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $3,590
OpenAlex ID: W4413770056
FWCI: 6.55
Cites: 22
Cited by: 2
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