Mößbauer‐Spektroskopie an Antimon‐Borosulfaten belegt deren schwache Koordinationskraft
Year: 2025
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Mit M III M I [B(SO 4 ) 2 ] 4 (M III = Bi 3+ , Sb 3+ , Lu 3+ ; M I = H 3 O + , NO 2 + , Li + , Na + , K + , Rb + , Cs + ), das ein dreidimensionales Anion enthält, beschrieben wir kürzlich das erste Baukastensystem innerhalb der Chemie der Borosulfate. Hier beschreiben wir die entsprechende Reihe der Antimonverbindungen SbX[B(SO 4 ) 2 ] 4 (X = Li + , Na + , K + , Rb + , Cs + , Ag + , Tl + , NO + , NH 4 + ). Unter Beibehaltung derselben Anionentopologie kristallisieren die Verbindungen in den Raumgruppen I (Nr. 82), P (Nr. 81) und C 2 (Nr. 5), je nach Einfluss des freien Elektronenpaars des Antimons und der Größe der einwertigen Kationen. In dieser Arbeit wurden auch die Borosulfate SbX[B 4 O 2 (SO 4 ) 6 ] (X = Li + , Na + ) entdeckt. Diese weisen ein eindimensionales Anion auf, das B‐O‐B‐Brücken enthält, kristallisieren in Raumgruppe Pnma (Nr. 62) und bilden einen neuen Strukturtyp. 121 Sb‐Mößbauer‐Spektren zeigten für die Baukastenverbindungen zuvor noch nicht beobachtete negative Isomerieverschiebungen von nahezu ‐22 mm·s −1 , die eine sehr schwache Koordinationskraft des Borosulfatanions andeutet. Die Spektren wurden durch DFT‐Berechnungen bestätigt. In dieser Arbeit kamen zudem Einkristall‐Röntgendiffraktometrie, Infrarotspektroskopie, thermische Analyse und temperaturabhängige Röntgendiffraktometrie zum Einsatz.
Source: Angewandte Chemie
Authors: Erich Turgunbajew, Gwendolyn Buchner, Aylin Koldemir, Theresa Block, Rainer Pöttgen, David Hemker, Richard Dronskowski, Henning A. Höppe
Language: English
Field: Materials Science
Domain: Physical Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $5,790
OpenAlex ID: W4417291878
