Work

The Transformation of the Perception of Change since the late Eighteenth Century

Year: 2025
Type: article
Abstract: Auf der Grundlage der von Lévi-Strauss vorgeschlagenen Dichotomie heißer und kalter Gesellschaftenthematisiert dieser Artikel kultur- und epochenspezifische Wahrnehmungen desWandels zusammen mit Einstellungen zu Vergangenheiten. Die zentrale These ist, dass in Europaum 1800 eine Transformation der kalten Wahrnehmung, die Wandel einzugrenzen suchte, indie heiße Wahrnehmung stattfand, die Wandel fördern sollte. Diese Transformation fiel zusammenmit der stärker werdenden Erfahrung des Bruchs zwischen Vergangenheit und Gegenwartsowie der gefühlten Notwendigkeit, Vergangenheit sekundär durch Historiografie wieder anGegenwart anzubinden. In anderen Teilen des Planeten bestand jedoch die kalte Wahrnehmungdes Wandels fort, gemeinsam mit der Erfahrung der Kontinuität von Vergangenheit inZukunft. Die Diskrepanz zwischen diesen Wahrnehmungen des Wandels und Einstellungen zu Vergangenheiten hat während und nach der Kolonialzeit zu Konflikten geführt und endogene Wandlungspotentiale in Kolonialherrschaft unterworfenen Gruppen sistiert oder unterdrückt.
Source: Comparativ
Author: Harald Kleinschmidt
Language: English
Subfield: History
Open Access status: green
OpenAlex ID: W6889807910
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