Modernization through Rural Development: German Development Aid in Southeast Asia in a European Setting, 1930s–1970s
Year: 2025
Type: article
Abstract: Nach dem Verlust seiner Kolonien musste Deutschland neue Strategien finden, um mit der Weltin Kontakt zu treten. Dieser Artikel untersucht die Kontinuitäten und Unterschiede nach denbeiden Weltkriegen, als die Weimarer Republik und die Bundesrepublik Deutschland versuchten,ihre Kontakte mit der außereuropäischen Welt durch Entwicklungshilfe für den Agrarsektorwiederherzustellen. Der Beitrag folgt deutschen Agrar-‘Experten’ von der (semi-)Kolonialzeit biszur Unabhängigkeit Siams/Thailands und Niederländisch-Ostindiens/Indonesiens und fragt,wie diese verschiedenen deutschen Staaten im Laufe der Zeit Agrarmodernisierung und Entwicklungshilfe miteinander verbanden. Es wird argumentiert, dass persönliche Verbindungenaus der Zwischenkriegszeit für das Verständnis der Steuerung der deutschen Entwicklungshilfein den 1950er Jahren wichtiger sind als der „Kalte Krieg“, der die historische Literatur bisherdominierte. Bei näherer Betrachtung zeigt sich auch, dass die westdeutsche Entwicklungshilfeerstaunlich flexibel und unideologisch war. Dies ist umso erstaunlicher vor dem Hintergrunddes europäischen und internationalen Kontextes, der die Beziehungen Westdeutschlands zuSüdostasien beeinflusste, da Westdeutschland in die Systemkonkurrenz der Konfrontation desKalten Krieges eingebunden war, insbesondere durch die Existenz des zweiten deutschen Staates,der Deutschen Demokratischen Republik.
Source: Comparativ
Author: Andreas Weiß
Language: English
Subfield: History
Field: Arts and Humanities
Domain: Social Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W6908370646
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