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Lost Rural Futures: Agrarian Nationalism and Industrial Dissent in Modern China

Year: 2025
Type: article
Abstract: Eine Debatte zwischen zwei Sozialwissenschaftlern, Yang Kaidao und Zhou Xianwen, in den frühen1940er Jahren belebte eine nationale Diskussion über Chinas Verhältnis zur Landwirtschaft.Die Wurzeln Chinas lagen eindeutig in der Landwirtschaft, aber war es dazu bestimmt, ein „aufder Landwirtschaft gegründetes Land“ zu bleiben, in dem das ländliche Dorf der Mittelpunktdes Staates und die Keimzelle der Gesellschaft war, oder musste sich die Republik industrialisieren,um zu überleben? Auch wenn die Antwort für den heutigen Beobachter offensichtlicherscheint, so war sie am Vorabend der kommunistischen Revolution doch umstritten. In diesemBeitrag wird die Yang-Zhou-Debatte als ein Fenster zu vergangenen Visionen einer agrarischenZukunft genutzt, die leidenschaftlich, aber auch voller Ironie waren: Agrarfundamentalisten verwiesen auf die sesshafte Landwirtschaft als charakteristisches und transhistorisches Merkmaldes chinesischen Staates, aber ihre Argumente und politischen Empfehlungen spiegeltenähnliche Bewegungen in Japan, Italien, Lettland und vielen anderen Staaten des 20. Jahrhunderts.Wir sind der Meinung, dass der chinesische Agrarfundamentalismus des 20. Jahrhundertssowohl als zentraler, aber noch nicht ausreichend erforschter Eckpfeiler des chinesischen Nationalismusals auch als wichtiges Glied einer breiteren globalen agrarnationalistischen Bewegunganerkannt werden sollte, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg weitgehend auflöste.
Source: Comparativ
Language: English
Open Access status: green
OpenAlex ID: W6908466490
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