Year: 2007
Type: conference-paper
Abstract: Wenn Lernende Lehrpräsentationen aus Bildern und gesprochenen Texten in ihrer Ablaufgeschwindigkeit steuern können, so erwerben sie i.d.R. mehr Wissen und sie sind besser im Wissenstransfer als wenn ihnen dies nicht möglich ist.Dies kann durch die "Cognitive Load Theory" (Sweller, 1999) erklärt werden.Dabei bleibt unklar, ob dies nur damit zusammenhängt, dass die Lernenden mehr Zeit für die Verarbeitung von Informationen haben, und welchen Einfluss dabei Lernermerkmale spielen.116 Studenten lernten mit einem Lehrfilm zum genetischen Fingerabdruck, der aus acht thematischen Einheiten bestand.Drei Präsentationsbedingungen wurden verwendet: (1) Die Einheiten wurden nacheinander abgespielt; (2) die Einheiten wurden nacheinander und dabei jede Einheit zweimal abgespielt; (3) die Einheiten wurden nacheinander abgespielt, wobei die Lernenden nach dem Ende einer Einheit bestimmten, wann die nächste startete.Die Lerngruppen lernten 14:25, 28:50 und 16:56 Minuten.Die mentale Anstrengung und der Lernerfolg (Faktenwissen, Prozesswissen, Transfer) wurden in Abhängigkeit von der Präsentationsbedingung und vom Vorwissen untersucht.Das Vorwissen hing positiv mit allen Lernmaßen zusammen.Die Lerngruppe mit einmaliger systembestimmter Präsentation des Lehrfilms schnitt schlechter im Prozesswissen und Transfer ab als die Vergleichsgruppen, zwischen denen kein Unterschied gefunden wurde.Die mentale Anstrengung repliziert weitgehend diese Ergebnisse.Die Ergebnisse sprechen dafür, dass der Ablauf von Lehrfilmen prinzipiell durch die Lernenden kontrolliert werden sollte.
Authors: Stiller, Klaus D., Zinnbauer, Peter
Institution: University of Regensburg
Language: German
Subfield: Experimental and Cognitive Psychology
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
SDG: Quality education
Open Access status: green
OpenAlex ID: W7048361368
