Year: 2026
Type: article
Abstract: Zusammenfassung In diesem Beitrag präsentieren wir eine Bestandsaufnahme der Neuroethik. Anknüpfend an eine frühere Arbeit (Müller et al. 2018) markieren wir Kontinuitäten und beleuchten zentrale neue Entwicklungen. Insbesondere zeigen wir auf, dass die Neuroethik teilweise mit neuen inhaltlichen Herausforderungen konfrontiert ist, etwa durch das Zusammenspiel von Neurotechnologien und Künstlicher Intelligenz (KI). Darüber hinaus spielt die Frage des Umgangs mit Diversität eine wachsende Rolle: Die Neuroethik reflektiert zunehmend, inwiefern bestimmte gesellschaftliche Gruppen in der Forschung und im ethischen Diskurs unter- bzw. überrepräsentiert sind und welche blinden Flecken sich daraus ergeben. Damit verbunden wird eine globale Perspektive, die kulturelle Pluralität angemessen in Rechnung stellt, für die Neuroethik zunehmend bedeutsam. Abschließend weisen wir auf bestehende und neue Formen der Institutionalisierung und Vernetzungen hin, mit denen die scientific community auf diese Herausforderungen reagiert. Wir plädieren dafür, dass die Neuroethik verstärkt auf inklusive und partizipative Forschungskonzepte setzt.
Source: Ethik in der Medizin
Language: German
Subfield: Cognitive Neuroscience
Field: Neuroscience
Domain: Life Sciences
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $2,290
Funder: Forschungszentrum Jülich
OpenAlex ID: W7128432702
