ACCLIMA – Can Acclimatisation Be Understood as a Spatial and Human Active Concept – An Alternative to the Total Control of the Indoor Climate?
Year: 2026
Type: article
Abstract: Von frühen räumlichen und klimatischen Strategien, die eng an natürliche Rhythmen gebunden waren, entwickelte sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts ein Komfortverständnis, das zunehmend durch technische Systeme geprägt ist und schließlich in einem Zustand des „Hypercomfort“ resultiert. Diese Entwicklung führte nicht nur zu wachsenden energetischen Abhängigkeiten, sondern auch zum Verlust räumlicher und sinnlicher Qualitäten. Angesichts der niedrigen Renovierungsrate und der damit verbundenen Herausforderung, die EU-Klimaziele zu erreichen, gerät die Logik der aktuellen Praxis von Luftdichtheit und maximaler Dämmung zunehmend ins Wanken. Die Arbeit sucht nach Alternativen, indem sie die Prozesse thermischer Wahrnehmung in den Mittelpunkt stellt. Von den physikalischen Prinzipien des Wärmetransfers über den menschlichen Metabolismus bis hin zur Thermoregulation. Akklimatisierung wird dabei als konzeptionelles Gegenmodell eingeführt. Verstanden als Bindeglied zwischen Temperatur, Körper und Raum eröffnen sich Perspektiven für thermisch differenzierte, minimaltechnische und zugleich erfahrungsintensive Räume. Voraussetzung hierfür ist jedoch eine bewusste Adaption des Verhaltens, bei der Architektur lediglich die Ausgangslage schaffen kann, während die eigentliche Transformation im Menschen selbst stattfinden muss.
Source: reposiTUm (TU Wien)
Author: Danhauser, Franz
Institution: TU Wien
Language: English
Subfield: Building and Construction
Field: Engineering
Domain: Physical Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W7128798685
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