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In Generationen denken?

Year: 2026
Type: article
Abstract: Generation Y und Z, Babyboomer, 68er oder Kriegskinder -in der Wahrnehmung gesellschaftlicher Verhältnisse und biographischer Lebensorientierungen spielen unterschiedliche Generationen eine wesentliche Rolle.Womöglich aber auch nur die Rede von verschiedenen Generationen.Mit der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Generation verändern sich -so eine verbreitete Vorstellung -Habitus und Einstellung, Lebensgefühl und Wirklichkeitsverständnis.Menschen verschiedener Generationen haben demnach unterschiedliche Perspektiven auf gesellschaftliche Fragen und darauf, wie ihnen zu begegnen ist.Angesichts dessen, dass der gegenwärtige Wandel in Gesellschaft und Kirche als fundamentaler Umbruch und womöglich Epochenwechsel erlebt wird, gewinnen die Beziehungen der Generationen zueinander verstärkt Aufmerksamkeit.Ein Blick auf Google zeigt: Die Faszination für Generationenfragen ist groß.Schnell stößt man dabei auf den Begriff des ‚Generationenkonflikts'. Dieser beschreibt eine gesellschaftliche -oftmals innerhalb von Familien ausgetragene -Auseinandersetzung zwischen Jung und Alt, geprägt von gegenseitigem Unverständnis.Damit verbinden sich Fragen wie: Welche Rolle spielt Arbeit in der eigenen Identitätskonstruktion? Oder: Wie gehen wir mit der voranschreitenden Klimakrise um? "Krisen gab es doch schon immer."-"OK Boomer."Ist das Meme Klischee oder Erfahrung?Ein zum ‚Generationenkonflikt' komplementärer Begriff, der die Beziehungen zwischen Generationen positiv definiert, begegnet hingegen selten.Was wäre ein konstruktiver Gegenentwurf?‚Generationenzusammenhalt' klingt ein wenig betulich.So könnte man einen dritten begrifflichen Weg einschlagen und fragen: Welches heuristische Potenzial steckt im Denken mit und über Generationen, wenn wir etwas nüchterner von ‚Generationenverhältnissen' statt von Konflikten sprechen?
Language: English
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W7154734787
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