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Peerbezogene Hilfen als sozialpädagogisches Praxisfeld

Year: 2026
Type: article
Abstract: Zusammenfassung Der Beitrag führt die peerbezogenen Hilfen als zentralen Bestandteil einer auf Selbstbestimmung ausgerichteten Sozialen Arbeit ein. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Selbstvertretung im Kontext peerbezogener Hilfen konkret gefasst wird – auf individueller wie auch auf organisationaler Ebene. Darauf aufbauend wird begründet, warum der Forschungsstand zu Partizipation im sozialpädagogischen Praxisfeld nicht nur die Umsetzung formaler Beteiligungsrechte, sondern auch die subjektive Wirksamkeit von Partizipation berücksichtigen muss. Vor diesem Hintergrund führt der Beitrag die theoretische Grundlage ein. Er bezieht sich auf ein modellartiges triadisches Partizipationsverständnis (Wissen, Interessen, Reziprozität), ergänzt durch Powersharing und Teilhabeerfahrung als Perspektiven, um der Entwicklung peerbezogener Hilfen in ihrer interaktiven Prozessqualität nachzugehen. Powersharing fokussiert Macht‑, Deutungs- und Durchsetzungsfragen; Teilhabeerfahrungen machen sichtbar, wie sich Beteiligung als Anschluss, Wirksamkeit und Kooperation im Interaktionsverlauf erfahren kann. Anhand zweier exemplarischer Fallvignetten wird kontrastiert, wie Partizipation und Ungleichheit im Peer-Kontext unterschiedlich wirksam werden. In dem ersten Beispiel werden Interessen von Jugendlichen früh institutionell gerahmt, wodurch Durchsetzungs- und Reflexionsmöglichkeiten eingeschränkt sind. In der zweiten Falldarstellung werden Anliegen von Menschen mit Behinderungen nach der Konkretisierung und Anerkennung in eine Bearbeitungsperspektive überführt, wodurch ko-konstruktive Weiterarbeit wahrscheinlicher wird. Der Ausblick betont, dass die Anwendung des triadischen Partizipationsmodells in unterschiedlichen Teilhabeformaten weiter empirisch begleitet werden sollte.
Institution: Hochschule Hannover
Language: German
Open Access status: hybrid
Estimated APC paid: $3,390
OpenAlex ID: W7167466150
FWCI:
Cites: 15
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