Chemosensory Social Perception as a Function of Empathy and Schizotypy
Year: 2026
Type: dissertation
Abstract: Menschen kommunizieren soziale Eigenschaften über Chemosignale, sowie die soziale Chemokommunikation mit Eigenschaften der Wahrnehmenden variiert. Diese Arbeit untersucht die Kommunikation des biologischen Geschlechts und der Empathiefähigkeit über den Körpergeruch, die Gesichtswahrnehmung im Kontext von Geschlecht- und Empathie- assoziierten Körpergerüchen und die Variation des zuvor genannten mit der Empathiefähigkeit und der Schizotypieausprägung der Wahrnehmenden. Achselschweiß von 44 Personen (22 Frauen) wurde während des Nachtschlafs gesammelt. Die Einteilung in ausgeprägtere und geringere Empathiefähigkeit erfolgte mittels Mediansplit. Die Einteilung der Wahrnehmenden erfolgte mittels Cut-Offs für Studie I (76-87 Teilnehmende je nach Aufgabe) in ausgeprägtere und geringere Empathiefähigkeit und für Studie II (62 Teilnehmende) in höhere und niedrigere Schizotypieausprägung. Teilnehmenden sollten aus zwei individuellen Körpergerüchen den männlichen Körpergeruch (erste Aufgabe) und den Körpergeruch assoziiert mit ausgeprägterer Empathiefähigkeit identifizieren (zweite Aufgabe). Die Geschlechtsidentifikationsleistung bei geschlechts-ambigen Augenpartien wurde im Kontext geschlechts-kongruenter, -inkongruenter Körpergerüche und neutraler Watte untersucht (dritte Aufgabe). Empathie-assoziierte Körpergerüche und neutrale Watte wurden mit gleichzeitiger Messung der Wahrnehmung glücklicher und trauriger Gesichtsausdrücke mittels Eye-Tracking präsentiert (vierte Aufgabe). Die Geruchspräsentation erfolgte über eine Riechmaske, angeschlossen an ein Olfaktometer (36,4 ml/s). Die ersten beiden Aufgaben zeigten keine klare Evidenz für die Hypothesen. Die Ergebnisse der dritten und vierten Aufgabe zeigen Interaktionen zwischen den Faktoren. Frauen (Studie I) haben Männern gegenüber teils einen Verarbeitungsvorteil (z.B. bei der Geschlechtsidentifikation anhand der Augenpaare, p = 0,003; der initialen Aufmerksamkeitslenkung auf relevante Areale bei der Gesichtswahrnehmung, p < 0,001 und p = 0,004); geschlechts-kongruenter Geruch verbessert bei Frauen die Geschlechtsidentifikation (im Vgl. zu Watte, p = 0,006) und Geruch assoziiert mit ausgeprägterer Empathiefähigkeit führt z. T. zu einer effizienteren Wahrnehmung von Gesichtsausdrücken (z.B. längere Fixationen der Augen bei glücklichen Gesichtsausdrücken bei Personen mit ausgeprägterer Empathiefähigkeit im Vgl. zu Watte, p = 0,047). Personen mit höherer Schizotypieausprägung (Studie II) fixieren die Augen weniger bei traurigen Gesichtsausdrücken im Geruchskontext assoziiert mit ausgeprägterer- im Vergleich zum Kontext assoziiert mit geringerer Empathiefähigkeit (p = 0,040). Geschlecht- und Empathie-assoziierte Körpergerüche beeinflussen die damit verbundenen Aspekte der Gesichtswahrnehmung in Abhängigkeit von Empathiefähigkeit, Geschlecht und Schizotypieausprägung der Wahrnehmenden. Weitere Forschung ist nötig, um die modalitätsübergreifende chemosensorische Kommunikation noch besser zu verstehen.
Author: Wehner, Sarah
Language: German
Subfield: Sensory Systems
Field: Neuroscience
Domain: Life Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W7213478150
