Year: 2026
Type: article
Abstract: Der Beitrag untersucht die Bedeutung analoger und digitaler Spielformen für die Identitätsbildung von Kindern und Jugendlichen. Aus erziehungswissenschaftlicher und kunstpädagogischer Perspektive werden sowohl die Potenziale als auch die Herausforderungen beider Spielformen systematisch beleuchtet. Während analoge Spiele insbesondere soziale Interaktion, motorische Fähigkeiten und kreative Rollenspiele fördern, bieten digitale Spiele neue Räume zur Identitätserprobung, zur Entwicklung von Problemlösekompetenzen und zur ästhetischen Bildung. Digitale Rollenspiele und kreative Sandbox-Games können – bei entsprechender pädagogischer Begleitung – die Entwicklung von Bildkompetenz, strategischem Denken und kreativer Ausdrucksfähigkeit nachhaltig unterstützen. Gleichzeitig sind Risiken wie Mediensucht, Entwicklungsbeeinträchtigung durch Gewaltinhalte, negative Einflüsse durch diskriminierende Rollenbilder oder zunehmend in den Vordergrund rückende kommerzielle Interessen kritisch zu reflektieren. Erziehungsberechtigten und pädagogischen Fachkräften kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu: Durch eine aktiv unterstützende und vorurteilsfreie sowie offene Förderung, Aufklärung und den bewussten Einsatz geeigneter Spielangebote können digitale und analoge Spielformen sinnvoll kombiniert und zu einem integrativen Bestandteil der kindlichen Identitätsentwicklung gemacht werden.
DOI: 10.21240/lbzm/26/16
Author: Stefan Spengler
Institution: IU International University of Applied Sciences
Language: German
Subfield: Developmental and Educational Psychology
Field: Psychology
Domain: Social Sciences
SDG: Quality education
Open Access status: diamond
OpenAlex ID: W7224173522
