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Heinrich Bullinger als Hausvater

Year: 2010
Type: article
Abstract: das wort gottes blybt ewig; und muoß himmel und erd ee krachen, denn eins der Worten gottes möge vergon."Denn schließlich handelt es sich ja nicht um uns, sondern um etwas viel Größeres: die gewaltige Sache Gottes."Wir sind Gottes Handgeschirr, und ich glaube, jedes von uns wird abgenützt, zerbrochen oder matt gemacht.Aber der himmlische Lenker führt den Plan, den er sich vorgenommen hat, mit diesen seinen Mitteln zum Ziel, auch wenn wir zerbrochen werden und vor der Welt zu Grunde gehen."Vor der Ewigkeit geht unser Bestes ja nicht zu Grund."Es mögend die sün gottes so lang nit tod blyben.Denn Gott ist ein gott der lebenden.Diewyl man hie lebt, so wächßlet man den schlaff und die wacht.Dort ist ein ewige wacht." * # *Alles in allem: Zwingiis Sprache wirkte so sieghaft, überwältigend, durchschlagend, weil in ihr etwas zum Worte kam, was noch viel größer war als der große Zwingli für sich."Gott redet durch mich, wenn ich sein Wort verkündige", schrieb er einmal selber.(Volks-Bücher des Deutschschweizerischen Sprachvereins, Heft 5, Basel 1918) Heinrich Bullinger als Hausvater Wer in Zürich am Großmünster-Pfarrhaus beim Zwingiiplatz vorbeikommt und die daran angebrachte Erinnerungstafel liest, der erfährt, daß hier fast 40 Jahre lang Heinrich Bullinger, der Nachfolger unseres Reformators und erste Antistes der Zürcher Kirche, gewohnt hat.Im Herbst 1536 war er eingezogen.Man hatte keinen Möbelwagen gebraucht, denn vorher war man im benachbarten "Grünen Schloß" daheim gewesen; so konnte man den Hausrat und die Bücherbeigen einfach von Hand hinübertragen.Am neuen Ort waren ein Dutzend Betten aufzuschlagen; denn der erst 33jährige Bullinger hatte schon mit einer recht großen Familie zu zügeln; außer der Hausmutter, fünf kleinen Kindern und einem angenommenen Waisenknaben gehörten seine Eltern, die Witwe Zwingiis mit zwei ihrer Kinder und die Dienstmagd Brigitte Schmid dazu.Und in den folgenden Jahren lag noch sechsmal ein neues Bullingerkindlein in der Wiege.Man wundert sich, wo die gute Frau Pfarrer all diese Leute verstaute.
Source: Zwingliana
Author: Oskar Farner
Language: German
Subfield: History
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W950728755
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