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Hans Stickelberger: 20. Januar 1938 - 19. August 2004

Year: 2010
Type: article
Abstract: An der Mitgliederversammlung des Zwinglivereins im Juni 1999 wurde Pfr.Dr. Hans Stickelberger als Präsident für vier Jahre wiedergewählt.Im Sommer 2003 lief somit seine Amtszeit ab, ein halbes Jahr zuvor war seine Amtszeit als Pfarrer am Großmünster abgelaufen; er trat in den Ruhestand.Es hätte somit nahe gelegen, ihn als Präsidenten unseres Vereins auf diesen Zeitpunkt hin zu ersetzen.Doch wäre es nicht einfach gewesen, einen Nachfolger zu finden, und im Blick auf das Bullingerjahr 2004, an dem er noch mitzuwirken und den Bullinger-Kongress im August zu begleiten beabsichtigte, fand es der Vorstand mehr als nur wünschenswert, ihn nochmals wiederzuwählen und seinem Wunsch gemäß nach einem weiteren Jahr zu «entlassen».Diese Verabschiedung erfolgte dann zwar wie geplant im Juni 2004, aber ganz gegen alle Erwartungen und Hoffnungen ohne ihn.Seine schwere Krankheit verunmöglichte es bereits, dass er von seinem Ruhestandswohnsitz in Uttwil am Bodensee nach Zürich kommen konnte.Der Vorstand mußte zur Kenntnis nehmen, dass er wohl auch die Predigt zum Abschluss des Kongresses am Sonntag, 29.August, nicht würde halten können.In der Tat fand einen Tag später, am 30.August, im überfüllten Großmünster die Trauerfeier statt.Hans Stickelberger wurde 1938 geboren und wuchs in Luzern auf.Sein Theologiestudium schloss er 1976 mit dem Doktorat bei Prof. Max Geiger in Basel ab.Einige Jahre zuvor hatte er Margrit geb.Eder geheiratet.Ihr Rückblick auf sein und ihr gemeinsames Leben machte an der Trauerfeier tiefen Eindruck und gewährte einen Einblick in ihren Lebensweg zu zweit über mehr als drei Jahrzehnte hinweg.-Hans Stickelberger war zuerst Pfarrer in Berg am Irchel und später am Kantonsspital (heute: Universitätsspital) Zürich.Im Jahr 1979 wurde er zum Pfarrer am Großmünster berufen und 1982, nach dem Tod Hans Rudolf von Grebels, zum Präsidenten des Zwinglivereins gewählt.Die vielfältigen, teils privaten, teils durch die Medien verbreiteten Reaktionen auf seinen Tod konnten den -im übrigen durchaus zutreffenden -Eindruck hinterlassen, als sei er (nur) ein sehr ernsthafter Prediger und Seelsorger, ein künstlerisch ungewöhnlich begabter und kommunikativer Pfarrer und Freund gewesen, ein vielfach gefragtes Mitglied in Gremien der kirchlichen Institutionen -auch anderswo als Vorsitzender.Das sind alles sehr treffende Charakterisierungen von wesentlichen Seiten seiner reichen Persönlichkeit.Seine theologisch-wissenschaftlichen Interessen und Fähigkeiten und die entsprechenden Aktivitäten schienen demgegenüber unbedeutend oder mehr Pflichtübungen gewesen zu sein.Das allerdings wäre ein schwerwiegendes Missverständnis.Auch als Person war er ja kein extravertierter Kom-
Source: Zwingliana
Language: German
Subfield: History
Open Access status: hybrid
OpenAlex ID: W1783915744
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