Les expériences de santé comme vecteur de l'identité
Year: 2006
Type: article
Study design: Observational Study
Abstract: Gesundheitserfahrungen ais Vektor der · Identität. Zur Messung der Auswirkungen, die gesundheitliche Probleme auf die Herausbildung der Identitaten haben, wurde anhand dreier Fragen eine von solchen Problemen betroffene Population abgegrenzt: 4,5 % gaben lediglich Einschrankungen ihrer Tatigkeit an, 23 % lediglich eine regelmaBige Behandlung aus medizinischen Gründen, 16 % sowohl Einschrankungen ais auch eine Behandlung und 9,5 % Nachwirkungen früherer Probleme. Betroffen sind insgesamt 53 % der Bevëlkerung. Was die Identifizierung anbelangt, so halten sich 17 % der eingeschrankten oder behandelten Personen für krank, 11 % für behindert, und 15 % führen ihr gesundheitliches Problem oder ihre Behinderung unter den Themen an, mit denen sie sich am besten definieren lassen. Mit der Abgrenzung der Identitaten konnte zudem eine zusatzliche Kategorie von Personen ermittelt werden, die zwar ein Gesundheitsproblem haben, sich aber weder ais behindert noch ais krank betrachten. Die einzelnen Arten, sich über die Gesundheit zu definieren, wie Ziel der Erhebung war, lassen mithin eher unterschiedliche Populationen erkennen. Die durch die Kumulation von medizinischer Behandlung und Einschrankungen der Tatigkeit gemessene Schwere des Gesundheitsproblems bleibt zwar die Hauptdeterminante dieser Identitaten; eine wichtige Rolle spielt aber auch die soziale Stellung. Das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und die Einschrankungen in der Freizeit -zwei unmittelbare soziale Ausdrucksformen von Krankheit -tragen dazu bei, dassman sich ais behindert oder krank betrachtet. Manner und Menschen ohne Kinder neigen haufiger dazu, sich ais behindert zu bezeichnen. Sich ais krank bezeichnen wird eher mit Merkmalen in Verbindung gebracht, die für verschiedene AusmaBe sozialer Verwundbarkeit stehen, insbesondere im Hinblick auf das Einkommen. Sein Gesundheitsproblem ais wichtiges Thema zur Selbstdefinierung anführen, ohne sich ais krank oder behindert zu betrachten, ist eher bei alteren Menschen und Personen mit Nachwirkungen eines früheren Problems anzutreffen.
Authors: Daniel Ruffin, Isabelle Ville
Language: French
Field: Health Professions
Domain: Health Sciences
Open Access status: green
OpenAlex ID: W2139145873
